Sunday 20. June 2021

Sturm auf hoher See

17.06.2021, 08:30 Uhr
Die Symbolik bei allen Seestürmen im AT und im NT ist,
dass Gott souverän das Wasser / die Urflut / das Chaos beherrscht.

Bereits auf der ersten Seite der Bibel steht gleich im zweiten Satz:
„und Gottes Geist schwebte über dem Wasser“ (Gen 1,2).

Unter anderem heißt es auch über die Handelsschiffe auf hoher See,
dass die Besatzungen bei wildem Seesturm zum Herrn schrien,
und dass er sie erhörte und zum sicheren Hafen führte (Ps 107,23-32).

Ein Bild für Ungewissheit und Angst
ist der persönliche Sturm auf hoher See.

Doch plötzlich verfliegt die Angst für denjenigen,
der weiß, auf wen er sich verlassen kann
– und es auch tut.

(Gedanken zum 12. Sonntag im Jahrekreis B)

Warum in Gleichnissen?

10.06.2021, 08:58 Uhr
Jesus zwingt niemanden dazu, seine Lehre anzunehmen.
Er ermöglicht seinen Zuhörern sogar, ihn abzulehnen, ohne sich zu blamieren:

Mit Bildern und Gleichnissen spricht er unbestrittene Tatsachen aus,
z.B., dass die Saat im Normalfall wächst. Dem kann jeder nur zustimmen.

Aber gleichzeitig erkennen die Zuhörer durch einige Details
auch eine übertragene Bedeutung.

Diese ist aber oft so unangenehm,
dass es peinlich wäre, sie offen abzulehnen.

Nun können sie, ohne sich zu blamieren, dagegen sein,
indem sie zustimmen, dass die Saat wächst.

Sie können zwar nicht umhin, die übertragene Bedeutung zu verstehen,
aber sie werden nicht gezwungen, Jesu Wort anzunehmen.

(Gedanken zum 11. Sonntag im Jahreskreis B)

Sünde gegen den Heiligen Geist

03.06.2021, 09:34 Uhr
Gottes Liebe ist größer als unsere Lieblosigkeiten.
Wir nennen das „Vergebung“.

Seine Vergebung umgibt – wie die Luft – den ganzen Erdball.
Wir nennen es „das Wirken des Heiligen Geistes“.

Wer die Luft ablehnt,
der erstickt sich selbst.

Wer gegen den Heiligen Geist ist,
der lehnt die Vergebung ab.

Und seine Sünde bleibt solange an ihm haften.

(Gedanken zum 10. Sonntag im Jahreskreis B)

Drei-Einheit

27.05.2021, 08:04 Uhr
Denkt man an ein geometrisches Symbol für die Struktur der Dreifaltigkeit,
fällt einem das hierarchische Bild des Dreieckes ein.

Passender wäre eine Art kugelförmige Sphäre:
Im Zentrum brennt die Liebe,

die alle drei Personen kontinuierlich in Bewegung hält
und zugleich magnetisch an sich zieht.

Wirklich Liebende verstehen sich als ebenbürtig
und nützen die hierarchische Struktur als Instrument,

um für die verschiedenartigen aber wertgleichen Ausdrucksformen der Liebe
einander als gegenseitige Ergänzung Raum und Zeit zu überlassen.

Einmal agiert oder spricht der Vater, einmal der Sohn, einmal der Heilige Geist,
je nachdem, wie die Liebe gerade am deutlichsten zum Ausdruck kommen kann.

(Gedanken zum Dreifaltigkeitssonntag B)

Offen sein

20.05.2021, 08:43 Uhr
Darf man als Glaubender offen sein?
Wie weit?

„Löscht den Geist nicht aus!“ (1 Thess 5,19)
„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“ (7x in Offb 2.3)

Als einmal ein paar sehr Gelehrte,
aber Andersgläubige,

durch ihr weises Offensein eine neue Gottheit zu entdecken meinten,
und schließlich in einem hilflosen Kleinkind gefunden haben wollen, (Mt 2)

schon damals, und immer noch streiten sich die Gottgläubigen,
wie offen man eigentlich sein darf.

Und immer wieder entscheiden sie:
„Bis hierher darf man offen sein, und nicht weiter.“

Diese Entscheidung betrifft alle Bereiche des Glaubens,
und auch viele wichtigen Lebensbereiche im Alltag.

Leider gilt dabei als Kriterium
oft nicht die Liebe.

„Löscht den Geist nicht aus!“ (1 Thess 5,19)
„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“ (7x in Offb 2.3)

(Gedanken zum Pfingstfest)

Er hat uns von seinem Geist gegeben.

13.05.2021, 13:54 Uhr
Wir haben nicht irgend einen Geist in uns,
sondern Gott selbst, Gottes Geist.

Warum merkt man das oft nicht?
Typisch Gott: Er drängt sich nicht auf.

Lass ihn wirken,
dann fürchtest du nichts und niemanden mehr,

und schon gar nicht die Zukunft,
denn dann lebst du

– freilich verantwortlich für die Zukunft –
aber dann lebst du im Jetzt.

(Gedanken zum 7. Sonntag der Osterzeit B)

Vollkommene Freude

06.05.2021, 08:02 Uhr
Gott ist in uns verliebt.
Alles tut er für uns.

Jesus lässt uns das spüren
mit seinem ganzen Leben.

Freude strahlend erzählt er uns seine Geschichte und fügt hinzu:
„damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird“.

(Gedanken zum 6. Sonntag der Osterzeit B)
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