Warum? Sehen wir zu viel Leid? Sehen/hören/spüren wir zu viel – haben wir Mitleid oder spüren wir gar nichts mehr und sind schon sprachlos?
Ja, das Leid gibt es wirklich, doch was TUN wir? Das Handy lauter stellen, die innere Stimme leiser stellen ODER auf den/die Armen/Arme/Armen zugehen und uns erinnern? Erkennen, dass wir genauso bedürftig sind wie sie, doch auch einen Halt und einen Schutz mitbekommen haben: den Glauben, die Hoffnung UND die Melodie der Liebe, die so oft reziprok (rückbezüglich) ist, das heißt sie kommt direkt zurück indem Maß es uns gelingt sie auszusenden. Sicher erfordert das Disziplin, doch auch diese ist erlernbar.
Heute (Samstag, den 21.7.2012) lasen wir im Buch „Micha 2,1-5“ sinngemäß: Der Herr nimmt den Mächtigen und gibt den Armen (ich meine, auch im Geist und mit dem Geist) und dann im „Matthäus-Evangelium 12,18-21“, wie auch in Jesaja 42,1: Seht, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem ich Gefallen gefunden habe. Ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Völkern das Recht verkünden. Er wird nicht zanken und nicht schreien, und man wird seine Stimme nicht auf den Straßen hören. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat....
Gott also, der richtigstellt und korrigiert. Er gibt also dem Knecht und nicht dem Herrn von seinem Geist der Lebendigkeit, der wiederbelebt und lebendig macht, in der Art von der, im übertragenen Sinn auch Ezechiel 37,12 spricht/schreibt.
Wir haben die Melodie im Haus, komm, horch und sei still.